Limeshain ist eine hessische Gemeinde in der Wetterau. Limeshain besteht aus den Ortsteilen Hainchen, Himbach und Rommelhausen.
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TOURISMUS IN LIMESHAIN

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Tourismus in Limeshain

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 
 
 

Für weitere Informationen oder Buchungen wenden Sie sich bitte an:

Frau Stine KOCKRICK
Telefon-Nr.: (0 60 47) 95 18 79
E-Mail: Stine@Kockrick.de

oder

Gemeindeverwaltung Limeshain
Telefon-Nr.: (0 60 48) 96 11 - 0

 


"Wir leben in einer Urlaubsregion"

AUFBRUCH Limeshain will touristisches Potenzial ausschöpfen / Ausschusssitzung mit Tourismus-Fachfrau Cornelia Dörr

Die Limeshainer sind offen für Touristen. Das wurde bei einer öffentlichen Sitzung des Sport- und Kulturausschusses (SKS) der Gemeindevertretung deutlich. Das Interesse scheint groß, die Potenziale der rund 5.500 Einwohner zählenden Kommune mit den drei Ortsteilen Hainchen, Himbach und Rommelhausen für touristische Zwecke zu nutzen. Ein „ja, aber …“ war während der Sitzung nicht zu hören.

Eingeladen dazu war die Geschäftsführerin der im Februar neu gegründeten Tourismus-Region Wetterau (TRW), Cornelia Dörr. Der Vorsitzende des Ausschusses, Jörg Hinterseher, freute sich über das große Interesse der Bürger. Auch wenn sie erst kurz im Amt sei, erlebe sie Limeshain als besondere Kommune mit vielen Personen, die engagiert sind. „Es ist toll, was sie auf die Beine stellen“, sagte Dörr. „Ehrenamtliche Arbeit und Bürgerengagement werden hier großgeschrieben.“

Das Lob nahm Bürgermeister Adolf Ludwig gerne an. „Als ich vor vielen Jahren das Thema Tourismus aufbrachte, wurde ich noch belächelt. Jetzt sind wir inzwischen angekommen und haben Einiges erreicht.“ Allen voran sei der rekonstruierte Limeswachtturm zu nennen, den die Gemeinde auch im Wappen hat. Denkmalgeschützte Kirchen und Gebäude und der renovierte Barbarossabrunnen seien weitere Pluspunkte, ebenso Wander- und Radwege. Aber es stecke noch mehr Potenzial in der Gemeinde. Dies gelte es in das Bewusstsein der Bürger und Besucher zu bringen. „Denn unsere Gemeinde kann Reisenden etwas bieten, um hier ihre Freizeit zu verbringen und damit diesen Wirtschaftszweig zu stärken.“

Zusammen mit der Tourismus-Region und der Keltenwelt am Glauberg könne etwas erreicht werden. „Unsere Säule sind die Menschen in Limeshain. Wir haben die Kräuterfrauen, den Geschichts- und Kulturverein und die Natur- und Kulturführer“, unterstrich Ludwig. Die Übernachtungsmöglichkeiten hätten sich mit elf Anbietern erfreulich entwickelt, Tendenz steigend. Leider fehle es an der Gastronomie, bedauerte Ludwig. Ein Problem, das Limeshain mit anderen Kommunen teilt. Ein Lichtblick sei deshalb die kürzlich eröffnete Straußwirtschaft in Himbach. „Und wir haben einen Caterer vor Ort“, betonte der Bürgermeister. Mit dem Bau der Kulturscheune im Himbacher Hof Paul könnten größere Gruppen mit Hilfe der „mobilen Bewirtschaftung“ verköstigt werden. „Wir werden Erfolg haben, weil wir die Unterstützung der Bevölkerung haben“, war der Rathauschef überzeugt.

Dörr erläuterte die Aufgaben der Tourismus-Region und ging auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein, die Kooperationspartner ist. Die Themen seien Natur, Kultur, Genuss und Vital, die miteinander vernetzt werden können. „Wir leben in einer Urlaubsregion. Das ist nur noch nicht jedem bewusst“, sagte Dörr. „Wenn wir der Wetterau ein Gesicht geben, müssen wir sie in Bezug zu Frankfurt bringen. Man fällt aus Frankfurt raus direkt in den Urlaub.“ Bad Salzhausen erwache aus seinem Dornröschenschlaf. In Bad Vilbel entstehe eine große Therme und ein Investor suche zurzeit im Ostkreis der Wetterau eine geeignete Fläche für ein Hotel, nannte sie Beispiele. Ein Schwerpunkt der Tourismus-Region werden Paketangebote sein, die Kulturelles wie auch den Genuss, die Natur und die Gesundheit im Tagesprogramm verbinden. „Uns geht es darum, was können wir gemeinsam umsetzen, und wie können wir Limeshain dabei unterstützen?“, sagte Dörr. Hilfe könne es dabei auch durch die Leaderförderung geben.

Stine Kockrick, Vorsitzende des Geschichts- und Kulturvereins, listete zum Ende der Sitzung detailliert die markanten touristischen Potenziale auf, von geschichtlichen Relikten über die Naturschutzgebiete, das Rad- und Wanderwegenetz bis hin zu den einzelnen Veranstaltungen der Gemeinde. Viele Gäste von außerhalb haben die Kräuterfrauen bei ihren Wanderungen, berichtete Thea Dörr: „Die Leute kommen aus Mainz und dem Taunus.“ Jürgen Vogt, Natur- und Kulturführer aus Limeshain, erzählte von einer Tagestour, vorbei an markanten Punkten des Vogelsbergs und der Wetterau. „Die war montags, leider hatten keine Gaststätten geöffnet“, nannte er ein Problem. „Herr Zinn, kochen sie montags?“, fragte Cornelia Dörr den Inhaber des gleichnamigen Partyservices. Der nickte. „Na, dann ist das Problem doch gelöst“, stellte die rührige Geschäftsführerin zufrieden fest.

Quelle: Kreis-Anzeiger 23.07.2015

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Hugenotten und Waldenser rücken in den Blick

KULTURROUTE Limeshain schließt an den Hugenotten- und Waldenserpfad an / Bewusstsein für das Kulturerbe schaffen / „Ankommen und heimisch werden“

Limeshain ist um eine Attraktion reicher. Waren bisher vor allem die Römer Thema in der kleinen Gemeinde am Rande der Wetterau, die den römischen Grenzwall nicht nur im Namen, sondern auch im Wappen trägt, kommen nun die Hugenotten und Waldenser ins Gespräch. Anfang der Woche wurde das letzte Teilstück einer Regionalschleife der europäischen Kulturroute „Hugenotten- und Waldenserpfad“, die unmittelbar am alten Rathaus in Himbach vorbeiführt, vor Ort eröffnet.

Anlass war die endgültig fertiggestellte Markierung der Regionalschleife Rhein-Main, die von Neu-Isenburg über Offenbach, Hanau, Gelnhausen, Wächtersbach, Waldensberg, Büdingen und Düdelsheim verläuft. Hier trifft sie auf die Bonifatiusroute, folgt ihr durch die Wetterau in Richtung Mainz bis nach Nieder-Erlenbach. Der gesamte Verlauf wurde mit dem Verein Bonifatiusroute und dem Regionalmanagement Oberhessen abgestimmt.

  • INFO

Der Kulturfernwanderweg „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“ ist aus einem transnationalen LEADER-Kooperationsprojekt hervorgegangen. Die Partner kommen aus Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz. Ziel des Projekts ist es, das Kulturerbe der Hugenotten und Waldenser, ihr historisches Exil und ihre schrittweise Integration in den Aufnahmeländern einer breiteren Bevölkerung als Thema der gemeinsamen europäischen Geschichte und Kultur nahe zu bringen, die Vergangenheit Europas zu verdeutlichen und die gemeinsamen europäischen Grundwerte wie Freiheit, Achtung der Menschenrechte, Toleranz und Solidarität zu thematisieren. In Deutschland beträgt die Strecke ohne Wegschleifen rund 1000 Kilometer. Für die Wegführung werden möglichst bereits bestehende Wanderwege genutzt.

Hintergrund

Hugenotten ist die seit 1560 gebräuchliche Bezeichnung für französische Protestanten. Ihr Glaube ist von der Lehre Johannes Calvins beeinflusst. In Frankreich wurden sie im 15. und 16. Jahrhundert verfolgt. 1685 verbot König Ludwig XIV. die Ausübung des protestantischen Glaubens. Daraufhin verließen rund 200000 Hugenotten ihre Heimat und suchten Zuflucht in umliegenden protestantischen Länder.

Die Waldenser sind heute eine protestantisch reformierte Kirche mit starker Verbreitung in Italien. Sie wurden als Gruppe religiöser Laien im 12. Jahrhundert durch den Lyober Kaufmann Petrus Valdes in Südfrankreich gegründet und von der Inquisition verfolgt. Die Waldenser, die am Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Piemont vertrieben wurden, nutzten die gleichen Wege in Richtung Deutschland.

Herbert Hunkel, Vorsitzender des Trägervereins Hugenotten- und Waldenserpfad und Bürgermeister der von Hugenotten gegründeten Stadt Neu-Isenburg, dankte den Kommunen Altenstadt, Bad Vilbel, Limeshain, Karben, Nidderau und Schöneck wie auch dem Verein Bonifatiusroute für die Genehmigung einer Wegemarkierung. Die werde unter anderem von Ehrenamtlichen durchgeführt. Stellvertretend dafür nannte er Thomas Eceterski.

Die Kommunen seien nun in den rund 2.000 Kilometer langen Kulturfernwanderweg, der vor zwei Jahren durch den Europarat als europäische Kulturroute anerkannt wurde, eingebunden und könnten mit weiteren „wandertouristischen Effekten“ rechnen.

Weiße kleine Aufkleber und Schildchen, die einen blauen Punkt und eine grüne Wellenlinie oder die Silhouette eines Mannes mit breitkrempigem Hut, Stock und Mantel aufweisen, führen Wanderer auf der Route. In der Gemeinde Limeshain verläuft der Weg von Büdingen aus kommend entlang der Ronneburg- und Taunusstraße in Himbach durch den alten Ortskern weiter in Richtung Altenstadt.

An der Veranstaltung nahmen neben Vertretern des Trägervereins, der seinen Sitz in Neu-Isenburg hat, Limeshains Bürgermeister Adolf Ludwig und sein Amtskollege aus Büdingen, Erich Spamer, Vertreter der TourismusRegion Wetterau (TRW), der Natur- und Kulturführer Wetterau – Vogelsberg und des Geschichts- und Kulturvereins Limeshain (GKL) teil. Dessen Vorsitzende Stine Kockrick stellte fest, „dass die Arbeit jetzt erst los geht. Das Thema ist für Limeshain absolutes Neuland und ich bin gespannt, wer sich dafür einsetzen wird“. Sie hofft darauf, aus den eigenen Reihen Mitstreiter zu finden, die sich nun mit der Geschichte der Hugenotten und Waldenser auseinandersetzen. Interessierte seien zur Ausgestaltung von Projekten rund um die Hugenotten und Waldenser, die auf ihrer Flucht aus glaubenspolitischen Gründen aus Frankreich Ende des 17. Jahrhunderts auch in die hiesige Regionen gelangten, herzlich willkommen, so Kockrick.

Im Rahmen der Veranstaltung gab es Informationen zu dem mehr als 2.000 Kilometer langen Kulturwanderweg, der unter dem Motto „Auf den Spuren der Hugenotten und Waldenser“, von Poet Laval in Südfrankreich nahe Grenoble (Frankreich) bis nach Bad Karlshafen in Nordhessen verläuft.

Projektkoordinatorin Dr. Renate Buchenauer erläuterte die Route näher, die in Deutschland zwischen Schaffhausen und Calw mit der Originalstrecke der Hugenotten authentisch sei. „Ab Stuttgart wurde das Ziel verfolgt, den Weg von einer Kolonie zur anderen auszuweisen.“ Die Hugenotten hätten sich an vielen Orten entlang dieser Route niedergelassen. Ihnen sei das Wirtschaftliche ebenso wie der soziale Gedanke zu Eigen gewesen, sagte Buchenauer. Sie hätten den Zuckerrübensirup erfunden und den Dampfdruckkochtopf. Die Nächstenliebe sei stark ausgeprägt gewesen. Die soziale Einrichtung Hephata sei auf Initiative von Nachfahren der Hugenotten Anfang 1900 gegründet worden, nannte sie ein Beispiel. Ein Ziel hätten sie auf ihrer Flucht stets gehabt, nämlich „anzukommen und heimisch zu werden“, eine These, die angesichts der aktuellen Flüchtlingsströme aktueller den je sei, so die Expertin. Für sie ist die Route wanderbiografisch ein „Highliht“.

Quelle: Kreis-Anzeiger 28.03.2015

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Limeshain hat was zu bieten

Limeshainer wandern, walken und fahren Rad

Die Gemeinde Limeshain unterhält derzeit fünf Wander- und Fahrradwege mit Längen zwischen sieben und vierzehn Kilometern, die zum Teil auch durch die angrenzenden Nachbarkommunen Hammersbach, Altenstadt und Büdingen führen. Sie verlaufen auf befestigten Wald - und Wirtschaftswegen und bieten prägende landschaftliche Eindrücke, da Limeshain von Streuobstwiesen, Feldern und Wald umgeben ist.
Zusätzlich sind auch drei Nordic-Walking-Strecken mit einer Weglänge von fünf, sieben und zehn Kilometern im Limeshainer Wald ausgewiesen.

Alle Strecken sind mäßig anstrengend und individuell kombinierbar, sodass für jeden etwas dabei ist. Die Beschreibung zu den einzelnen Strecken und alle wichtigen Angaben (Streckenlänge, Schwierigkeitsgrad, Rastmöglichkeit und mögliche Gehzeit) enthält die „Freizeit-, Rad- u. Wanderkarte der Gemeinde Limeshain“, die bei der Gemeindeverwaltung in der Gemeindekasse und bei der Bücherei Limeshain zu einem Betrag in Höhe von 2,00 Euro bezogen werden kann.

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Samhain - Wie das Jahr der Kelten endete!

FACKELZUG Natur- und Kulturführer machen mit der „Nacht der Kelten“ Brauchtum erlebbar

Der Nebel wabert durch die Gassen in Himbach. Im Dunst bewegt sich ein Fackelzug. Menschen, die Gesichter teilweise hinter Masken versteckt, halten Fackeln und geschnitzte Rüben als Laternen in der Hand. Dumpf ist der Klang einer Trommel zu hören, eine Schelle läutet. Dieser unheimlich anmutende Umzug steht unter dem Motto „Die Nacht der Kelten“. Gefeiert wird das keltische Fest Samhain und die rund 70 Teilnehmer tauchen ein in den Zauber einer vergangenen Kultur.

Eingeladen haben die Natur- und Kulturführer Jürgen Vogt, Bernd Hoffmann und Beate Schubert aus Limeshain. Sie sind ehrenamtlich als Natur- und Kulturführer engagiert und organisierten die Nacht der Kelten bereits zum zweiten Mal. Vogt betont, dass es keineswegs darum geht, keltischen Aberglauben zu verbreiten. Es sollen das Brauchtum der Kelten und ihre Feiertage vorgestellt werden. Viele Mythen ranken sich um die Bräuche der Kelten, aufgeschrieben und überliefert von den Römern, später auch von den Iren und Schotten.

Vor dem Fackelumzug stand für die Teilnehmer das Rüben schnitzen auf dem Programm. Während der Kräfte raubenden Arbeit berichteten Vogt, Hoffmann und Schubert, unterstützt von Barbara Kremling und Gernot Miksch, Geschichten und Sagen über Druiden wie auch über die Festtage der Kelten mit Namen wie Imbolc, Beltane, Lugnasad und Samhain. Imbolc ist zur Mitte des Winterhalbjahres gefeiert worden. In Irland wird es noch heute in der Nacht auf den 1. Februar als Fest der Brigid begangen. Beltane fällt in die Zeit des 1. Mai und bezieht sich auf das Erwachen der Natur. Noch heute lautet der irische Name für Mai Bealtaine. Lugnasad ist zu Beginn der Erntezeit gefeiert worden, zu Ehren der Göttin Taillte, der Amme des Gottes Lug, die das Land unter größten Mühen kultiviert hat. Samhain war das wichtigste Fest der Kelten. Es beschloss das Jahr. Am Vorabend zum neuen Jahr sind alle Feuer gelöscht und erst am nächsten Tagen wieder entfacht worden. Damit sollte der Tod des alten Jahres symbolisiert werden. In der geheimnisumwitterten Nacht zum neuen Jahr sei die Grenze zwischen sichtbarer Wirklichkeit und dem Übernatürlichen aufgehoben und der Kontakt zur Anderswelt möglich gewesen. Und um von den Geistern der Anderswelt nicht erkannt zu werden, hätten sich die Kelten in dieser Nacht maskiert, so die Überlieferungen.

Staunend hörten Jung und Alt den Ausführungen der Natur- und Kulturführer zu. „Wir haben die Ankündigung zu der Veranstaltung gelesen und das hat sich interessant angehört“, sagte Nicole Henkel, die aus Nidderau mit ihren Kindern Liv und Finn und dessen Freund Jan nach Himbach gekommen war. Das Interesse an allem, was mit den Kelten zu tun hat, brachte Bernhard und Nicole Reuter aus Altenstadt mit Sohn Jan zur Nacht der Kelten. Die weiteste Anreise hatte Izumi Sasaki mit ihrer Mutter aus Tokio. Sie besuchte Inge Merk in Himbach. Die deutsch-japanische Freundschaft sei während eines längeren Auslandsaufenthaltes in Japan entstanden, sagte Merk. Ihre japanischen Gäste genossen das Schauspiel, das in ihrer Heimat unbekannt sei.

Der Fackelumzug fand seinen Abschluss im Georgenwald. Dort wurden das Samhain-Feuer und ein Strohrad entzündet, um symbolisch böse Geister fernzuhalten.

Quelle: Kreis-Anzeiger 04.11.2014

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"Gegen alle Beschwerden ein Mittel aus der Natur"

WILDKRÄUTER Unterwegs mit den Himbacher Landfrauen

Zum letzten Mal hatten die Himbacher Landfrauen in diesem Jahr zu einer Wildkräuterwanderung eingeladen. Die geführte Tour ging zu interessanten Bäumen und Sträuchern in der Gemeinde Limeshain. Die Heilkräfte und wie man manche Kräuter für die Zubereitung von Speisen nutzen kann, stieß auf reges Interesse.

Dagmar Tischer und Beate Schubert berichteten über die Artenvielfalt aus Wald und Flur. Sie erzählten vom Holunder und seinen Eigenschaften, vom Apfelbaum und vom Kirschbaum, die für den Menschen viele Köstlichkeiten bieten. Weiter ging es zur Birke, zum Kastanienbaum, der stolzen Eiche und dem Nussbaum sowie zur Buche. Etliche Sträucher am Wegesrand erklärten Dagmar Tischer und Beate Schubert ausführlich, zum Beispiel Weißdorn und Hagebutte, die gut zu Tee verarbeitet werden können. Beide sind sehr vitaminreich. Fichte und Tanne werden häufig in der Medizin verwendet. Auch über den Ahorn, die Winter- und Sommerlinde berichteten die Frauen. Wurzeln, Blüten, Blätter oder Rinden und Früchte – fast alle kann sinnvoll verwendet werden. „Gegen alle Beschwerden gibt es ein Mittel aus der Natur“, erklärten sie der Gruppe.

Nach der interessanten Wanderung waren alle begeistert. Viele Teilnehmer versprachen, zu den Kräuterwanderungen im nächsten Jahr wiederzukommen. Der Landfrauenverein und die beiden Fachfrauen freuten sich ebenfalls über die positive Resonanz.

Quelle: Kreis-Anzeiger 06.10.2014

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Regionale Vielfalt entdecken!

Limeshainer Familien-Sonntag auf dem Glauberg

Am Sonntag, den 7. September 2014 fand von 10.00 bis 18.00 Uhr der Limeshainer Familien-Sonntag im Außengelände der Keltenwelt auf dem Glauberg statt. Die Gemeinde hatte zusammen mit den Limeshainer Kräuterfrauen, dem Geschichts- und Kulturverein Limeshain (GKL) und der Gemeindebücherei ein vielfältiges Programm angeboten:

Die Limeshainer Kräuterfrauen bastelten gemeinsam mit den Besuchern „zauberhafte“ Dinge, getreu dem Motto: „Von der Wurzel bis zur Blüte – jedes Teil ist Kraft und Güte!“ Die verwendeten Naturmaterialien wie Früchte, Ästchen, Schneckenhäuser und andere Dinge wurden zuvor gemeinsam rund um den Glauberg gesammelt oder konnten mitgebracht werden. Neben der kreativen Aktion informierten die Frauen über Brauchtum und Heilkraft rund um unsere heimischen Bäume und Sträucher.

Der GKL stellte seinen neuen Archäologie-Koffer vor, den er 2013 dank einem Förderprojekt des Landes Hessen erarbeiten konnte. Dieser enthält viele authentische Gegenstände (Repliken), die ein Wachsoldat am römischen Limes vor ca. 2.000 Jahren wahrscheinlich benutzt hat. Für Schulklassen und andere Gruppen können in Zukunft mit diesem Koffer die Ausflüge zum Limeshainer Wachtturm zum besonderen Erlebnis werden.

Die Bücherei Limeshain stellte ausgewählte Literatur aus ihrem Bestand vor und die Gemeinde informierte über ihre touristischen Angebote. So zum Beispiel über die zwischen dem Barbarossa-Brunnen und dem Limes gelegene neue Boule-Bahn, die für jedermann zugänglich ist.

So konnten Familien einen schönen Sonntagsausflug erleben.

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Fabeln und Sagen führten zum Glauberg

Eine völlig neue Form von Literaturlesung bot Stine Kockrick von der Bücherei Limeshain den Teilnehmern der Sternwanderung zum Frühlingsfest auf dem Glauberg: Fabeln und Sagen, die direkt am Schauplatz zu hören und dank mitgebrachter Requisiten auch zu erleben waren. Zusätzlich sorgte die besondere Form des Vortragens in einer Mischung aus Poetry- und Book Slam für das Eintauchen in die Geschichten: So verliebten und verloren sich wieder zwei Ahornblätter vor dem Hainchener Friedhof, am Waldrand rappelte ein wahrhaftiger Wecker, der immer genau die Sekunden zählte. Die Legende vom Goldbörnchen, aus dem die Kinder stammen, findet sich ähnlich in einer Sage vom Riedbörnchen in Glauberg. Die Sage des Kaiserweges in Düdelsheim findet ihre Parallele zum Barbarossa-Brunnen in Rommelhausen. Und dass Fuchs und Kranich sich im Naturschutzgebiet zwischen Düdelsheim und Hainchen treffen ist kein Geheimnis, sondern eine Fabel des griechischen Dichters Aesop in einem bunten, zweisprachigen Bilderbuch. Keiner der Zuhörer hätte hier einen Teller mit Suppe oder ein Glas mit Kuchen erwartet und doch zauberte Stine Kockrick diese aus der Tasche. Ein besonderes Erlebnis stellt sich der Gruppe dar, als in einer Senke vor dem Glauberg nichts anderes zu hören war außer der Geschichte vom Zaunkönig und dem Adler; die gesamte Wandergruppe lauschte gespannt den Worten nach James Krüss. Aus dessen Buch stammten die vorgetragenen Fabeln, die Sagen wurden aus der Broschüre von Emma Kauschat zitiert.

Die Bücher waren allesamt aus der Bücherei Limeshain in Rommelhausen entliehen, die jeden Montag und Mittwoch von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet ist. Zu der Wanderung hatten sich 42 Personen und zwei Hunde eingefunden, die meisten davon Mitglieder des Wandervereins Limestreter mit ihrem Vorsitzenden Volker Berg, der auch die Führung übernahm. Aber auch einzelne Wanderer aus Limeshain, Friedberg und Bad Vilbel hatten sich der Gruppe angeschlossen.

Am Ende des 5,5 km langen Weges, gleich neben dem Frühlingsfest, machte die Limeshainer Gruppe noch an einem Apfelbäumchen der Sorte „Himbacher Greune“ Halt. Dieser war 2012 zum ersten Kelterfest und damit der ersten Sternwanderung gesetzt worden. Und wieder verband sich eine Sage, nämlich die der Bergfee vom Glauberg, mit der Umgebung. Anschließend traf die Wandergruppe aus Limeshain geschlossen auf dem Frühlingsfest ein, wo sie von Jürgen Nagel im Namen der WAGG und von weiteren Mitarbeitern herzlich begrüßt wurde. Alle waren sich einig, dass sie im wahrsten Sinne des Wortes „eine bezaubernde Wanderung“ erlebt hatten.

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